Tollwut: damals & heute

Eine bewegte Geschichte, ein bleibendes Risiko

Tollwut kommt in vielen Regionen der Welt vor, heute vereinzelt auch wieder als Importfälle in Westeuropa. Die tödlich verlaufende Infektionskrankheit kann Menschen und Säugetiere treffen. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Speichel von infizierten Tieren übertragen. Als sogenannte «Reservoirs», von denen die Ansteckung besonders häufig ausgeht, gelten der Hund und unter den Wildtieren Fuchs, Waschbär und Wolf und auch die Fledermaus. Für Menschen, die sich durch ein tollwütiges Tier anstecken, ist ohne rechtzeitige Behandlung mit Serum oder Impfung keine Rettung möglich. Weltweit sterben heute noch über 60‘000 Menschen jährlich an Tollwut (Angabe der Weltgesundheitsorganisation WHO).

Die Tollwut ist seit dem Altertum bekannt und kam im Kanton Zürich bis 1925 als Hundetollwut vor. Nach Jahrzehnten der Ruhe überrollte 1967 die Fuchstollwut von Nordosten her auch den Kanton Zürich und konnte erst 1993 eliminiert werden. Erfahren Sie auf den beiden historischen Themenseiten, wie die Hunde- und die Fuchstollwut bekämpft wurden – etwa durch landesweites Impfen der Füchse mit präparierten Hühnerköpfen.

Das Tollwutrisiko ist bis heute nicht gebannt, weil illegale Importe von Hunden und Katzen aus Risikoländern seit Jahren steigen. Die Bevölkerung muss lernen, solche Risiken zu vermeiden und mehr Verantwortung zu übernehmen. Das Veterinäramt informiert deshalb regelmässig zum Thema. Erfahren Sie mehr dazu unter «Tollwutrisiko heute».