Tierverkehr & Entsorgung tierische Nebenprodukte

Nahaufnahme Kuhkopf

Tierhalterinnen und Tierhalter sind verpflichtet, ihren Tierbestand gesund zu halten und zu pflegen. Jeder Seuchenverdacht ist meldepflichtig. Stellen sie ein Problem fest, was auf eine Seuche hindeuten könnte, so haben sie dies der Bestandestierärztin oder dem Bestandestierarzt oder direkt dem Veterinäramt zu melden.

Neue Tierbestände sind beim Veterinäramt zu melden. Anzumelden sind Klauentiere, also Rindvieh, Schweine, Schafe, Ziegen sowie auch Lamas, Alpakas und Hirsche. Neu müssen ab 1. Januar 2010 auch Bienenstände, Pferde- und Fischhaltungen gemeldet werden. Für Bienenmeldungen (neue Stände und Mutationen innert 10 Tagen) verwenden Sie das Formular (siehe Formulare & Merkblätter).

Was genau ist zu tun, wenn Tiere geboren werden, in den Bestand eingestellt oder aus dem Bestand weggebracht werden? Darüber informiert Sie die Homepage der Tierverkehrsdatenbank (siehe "Mehr zum Thema" weiter unten). Begleitdokumentblöcke zum Verstellen von Klauentieren können beim Veterinäramt bestellt werden. Für Bienenhalterinnen und Bienenhalter ist zudem zu beachten, dass Bienen erst in einen anderen Inspektionskreis verbracht werden dürfen, nachdem dies dem Bieneninspektor des alten und neuen Standorts gemeldet wurde (Liste siehe Formulare & Merkblätter).

Verschiedene Anlässe, an welchen viele Tiere zusammenkommen, sind melde- oder bewilliungspflichtig. Lesen Sie mehr darüber unter Bewilligungen.

Die Voraussetzungen für die Sömmerung (Alpung) im Kanton Zürich ist in den jährlich neu erstellten Sömmerungsvorschriften festgehalten (siehe Formulare & Merkblätter).

Entsorgung tierischer Nebenprodukte (TNP)

Von toten Tieren (Tierkörper oder Kadaver) und anderen tierischen Nebenprodukten kann ein Hygiene- und Seuchenrisiko ausgehen, weshalb diese nur in bewilligten Einrichtungen entsorgt werden dürfen.

Entsorgen von inländischen Speiseresten

Seit dem 1. Juli 2011 ist es generell verboten Speiseresten an Schweine zu verfüttern, um die Sicherheit betreffend Einschleppung von Tierseuchen weiter zu erhöhen. Neu dienen Speiseresten aus Restaurants und Grossküchen der Energiegewinnung und werden in Vergärungsanlagen entsorgt. Das Sammeln, Transportieren, Zwischenlagern und Verarbeiten von Speiseresten ist beim Veterinäramt meldepflichtig und benötigt eine Bewilligung. Wer Speiseresten abgibt, hat sich zu vergewissern, ob die nötige Bewilligung vorhanden ist: Die 'Liste der im Kanton Zürich bewilligten Betriebe zur Entsorgung von inländischen Speiseresten' gibt Auskunft darüber. Weitere Informationen enthält das Merkblatt über die Entsorgung von Speiseresten.

Wohin sind Tierkadaver zu entsorgen? Die Gemeinde oder einige Gemeinden zusammen betreiben Sammelstellen, wo die Bevölkerung tote Heim- und kleine Nutztiere hinbringt. Es gibt ausserdem 12 regionale Kadaversammelstellen (Rekas) (Liste siehe Formulare & Merkblätter), über die aus den Gemeindesammelstellen zusammengeführte tierische Nebenprodukte in die Tiermehlfabrik Bazenheid (TMF) zur Verbrennung entsorgt werden.

Grosstier-Tierkörper ab 200 kg werden direkt vom Transportdienst der TMF abgeholt. Lieferbedingungen finden Sie auf der Homepage der TMF (siehe "Mehr zum Thema" weiter unten).

Sammelstellen, gewerblicher Transport und die Entsorgung von Tierkadavern und anderen tierischen Nebenprodukten sind bewilligungspflichtig (siehe Bewilligungen).