Bewilligungen

Folgende Tätigkeiten sind gemäss Tierseuchengesetzgebung melde- oder bewilligungspflichtig:

Viehhandel

Der gewerbsmässige Viehhandel ist in der Tierseuchenverordnung geregelt. Wer Viehhandel auf eigene oder fremde Rechnung betreiben will, bedarf eines Patents. Auf Gesuch hin wird das auf drei Jahre gültige Patent erteilt; vorausgesetzt, der dreitägige Einführungskurs für Viehhändler ist erfolgreich mit der Prüfung abgeschlossen worden und anerkannte Weiterbildungsveranstalungen werden regelmässig besucht (s. ebenfalls Aus- und Weiterbildungskurse des Schweizerischen Viehhändlerverbandes).

Übrigens: Wer Tiere gewerblich transportiert, benötigt einen Sachkundenachweis nach Tierschutzrecht. Auf der Homepage des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) finden Sie nähere Auskünfte. Bei gewerblichen Transporten ins Ausland ist eine Bewilligung notwendig.

Märkte und Ausstellungen

Schafe in Gehegen

Alle Märkte, Ausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen - ob lokal, regional oder kantonal - mit namentlich Klauentieren (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen), Pferden, Hunden, Katzen, Kaninchen oder Geflügel sind rechtzeitig im Voraus dem Veterinäramt zu melden. Überregionale Märkte und Ausstellungen erhalten dann eine Bewilligung, aus der die Auffuhrbedingungen hervorgehen.

Wanderschafherden

Das Treiben von Wanderschafherden ist nur mit nicht trächtigen Schafen und vom 15. November bis 15. März mit Bewilligung des Veterinäramts erlaubt. Es ist ein schriftliches Gesuch unter Angabe der Route notwendig.

Künstliche Besamung (KB)

Das Veterinäramt erteilt Besamungstechnikerinnen und Besamungstechnikern nach der Ausbildung und Erteilung des Fähigkeitsausweises durch den Bund auf Gesuch hin die Bewilligung zum Besamen und überwacht deren Tätigkeit.

Tierhalterinnen und Tierhalter erhalten mit dem Nachweis der vorgeschriebenen Ausbildung auf Gesuch hin die Bewilligung zum Besamen im eigenen Betrieb oder im Betrieb ihres Arbeitgebers. Die Bearbeitungsfrist für Bewilligungen beträgt 2 Wochen.

Betriebe, in welchen Samen für die KB gewonnen wird, sogenannte Besamungsstationen, benötigen eine Bewilligung des Veterinäramts und werden intensiv überwacht.

Entsorgung tierischer Nebenprodukte, einschliesslich Speiseabfälle

Auf schriftliches Gesuch hin erteilt das Veterinäramt nach Prüfung der baulichen und betrieblichen Voraussetzungen die Bewilligungen für

  • Sammelstellen und Zwischenlagerbetriebe für tierische Nebenprodukte wie Kadaver, sogenannte Tierkörper
  • Transportbetriebe für tierische Nebenprodukte
  • Entsorgungsbetriebe wie Verbrennungs- oder Vergärungsanlagen (Biogas- oder Kompostieranlagen)

Die Bearbeitungsfrist für Bewilligungen beträgt je nach beantragter Tätigkeit, Grösse und Komplexität des Betriebs für erstmalige Bewilligungen 4 bis 12 Wochen und für Bewilligungserneuerungen 4 bis 8 Wochen. Falls Unterlagen bei der Gesuchseinreichung fehlen, wesentliche Aspekte unklar, Rückfragen nötig oder gar Voraussetzungen erst von der gesuchstellenden Person zu erarbeiten sind, kann sich die Frist bis zum Entscheid auch erheblich verlängern.