Wildtierhaltung

Grüner Leguan

In der privaten Haltung untersteht eine abschliessende Liste von Wildtierarten und -gruppen der Bewilligungspflicht (siehe Formulare & Merkblätter). Dazu gehören beispielsweise Frettchen, Grosspapageien, grüne Leguane und Giftschlangen.

In gewerbsmässigen Haltungen unterstehen alle Wildtierarten der Bewilligungspflicht. Somit also alle Tierarten, die keine Haustiere sind. Als gewerbsmässig gelten:

  • zoologische Gärten, Zirkusse, Durchfahrparks, Wildparks, Kleinzoos, Delfinarien, Volieren, Schauaquarien, Schauterrarien, Tierschauen mit festem Standort sowie ähnliche Einrichtungen, die entweder gegen Entgelt besichtigt werden können oder die ohne Entgelt besichtigt werden können, jedoch in Verbindung mit gewerblichen Einrichtungen wie Gaststätten, Ladengeschäften oder Freizeiteinrichtungen betrieben werden.
  • Betriebe, in denen Wildtiere für medizinische Behandlungen, zur Eier-, Fleisch- oder Pelzgewinnung oder für ähnliche Zwecke gewerbsmässig gehalten oder genutzt werden.
  • Betriebe, in denen Wildtiere für die Jagd oder die Fischerei gezüchtet werden.

Die baulichen und betrieblichen Anforderungen sind für die verschiedenen Tierarten und Tiergruppen der Tierschutzverordnung und deren Anhang 2 zu entnehmen (siehe Rechtliche Grundlagen). Für eine ganze Reihe von Wildtieren, wozu fast alle Chamäleons sowie Rochen und Grosskatzen gehören (siehe Formulare & Merkblätter), muss bei neuen Haltungen oder Gehegen durch das Gutachten eines unabhängigen Experten belegt werden, dass eine tiergerechte Haltung möglich ist. Diese Anforderungen können über die Mindestabmessungen hinaus gehen.

Die personellen Anforderungen ergeben sich auf Grund der gehaltenen Tierarten und des Umfangs der Tierhaltung. Die Tiere müssen durch eine Person mit Ausbildung in Tierpflege betreut werden. In welchen Fällen eine berufsunabhängige Weiterbildung oder ein Sachkundenachweis ausreicht, legt die Tierschutzverordnung fest (siehe Rechtliche Grundlagen).

Die Bearbeitungsfrist für Bewilligungen beträgt für erstmalige Bewilligungen 4-10 Wochen und für Bewilligungserneuerungen 4-8 Wochen. Falls Unterlagen bei der Gesuchseinreichung fehlen, wesentliche Aspekte unklar und Rückfragen notwendig sind oder Voraussetzungen zuerst noch von der gesuchstellenden Person zu erarbeiten sind, kann sich die Frist bis zum Entscheid verlängern.