Ausbildung

Hundegrafik schwarz: Hund rennend

Entscheid Abschaffung Sachkundenachweis (SKN)

Mit dem Entscheid des Bundesparlamentes vom 19. September 2016 die Motion Noser anzunehmen, was die Abschaffung des theoretischen und praktischen
Sachkundenachweises nach Bundesrecht bedeutet, ergibt sich zum jetzigen Zeitpunkt für den Kanton Zürich folgende Situation:

  • Hundehalterinnen und Hundehalter sind bis auf Weiteres verpflichtet, der Ausbildungspflicht gemäss Bundesrecht (Absolvierung des theoretischen und praktischen SKN) nachzukommen. Ebenfalls gilt weiterhin die Ausbildungspflicht für grosse oder massige Hunde (Hunde der Rassetypenliste I) gemäss Zürcher Hundegesetz (Welpenförderung 4 Lektionen, Junghundekurs 10 Lektionen, Erziehungskurs 10 oder 20 Lektionen).
  • Gemäss unseren Informationen wird die Ausbildungspflicht nach Bundesrecht frühestens auf den 1. Januar 2017 abgeschafft. Somit fällt der Theoriekurs  vor Erwerb des ersten Hundes und der praktische Kurs innerhalb eines Jahres nach Erwerb eines Hundes weg. Das heisst, Hundehalterinnen und Hundehalter, die im Kanton Zürich einen kleinwüchsigen Hund halten oder erwerben, müssen nach Anpassung der eidg. Tierschutzgesetzgebung keine Kurse mehr besuchen.
  • Die Abschaffung des Sachkundenachweises nach Bundesrecht tangiert die Ausbildungspflicht für Hunde der Rassetypenliste I (grosse oder massige Hunde) im Kanton Zürich nicht. Das heisst, diese Hundehalterinnen und Hundehalter im Kanton Zürich müssen weiterhin die obligatorischen Kurse nach geltendem Zürcher Hundegesetz absolvieren.
  • Wir machen jedoch darauf aufmerksam, dass im Kanton Zürich eine Motion hängig ist, die verlangt, dass das Hundegesetz dahingehend abgeändert wird, dass nur Personen, die das erste Mal einen Hund erwerben oder erhalten, eine Ausbildung erbringen müssen.

Die kantonale Hundegesetzgebung sieht vor, dass mit allen Hunden der Rassetypenliste I, welche nach dem 31. Dezember 2010 geboren sind, je nach Zeitpunkt der Übernahme bzw. des Zuzugs bestimmte Kurse wie Welpenförderung, Junghunde- oder Erziehungskurs besucht werden müssen.

Details zur Ausbildung von Hunden der Rassetypliste I sind in der Broschüre über die praktische Hundeausbildung für grosse oder massige Hunde unter Veröffentlichungen dargelegt. Diese Broschüre kann auch bei der Gemeinde oder beim Veterinäramt bezogen werden.

Unter Formulare & Merkblätter sind die Hundeausbilderinnen und Hundeausbilder mit einer Bewilligung des Veterinäramtes Zürich, je nach Kurstyp (Welpenförderung oder Junghunde- und Erziehungskurs) veröffentlicht.

Ausbildung der Hunde der Rassetypenliste l im Überblick

Zeitpunkt der ÜbernahmeWelpen-
förderung
Junghunde-kursErziehungs-
kurs
Sachkunde-nachweis
zwischen 8 und 16 Wochenjaja                 neinja¹

zwischen 16 Wochen und
18 Monaten   

neinjaja, ausser der Nachweis Welpenförderung ist
vorhanden
ja¹

zwischen 18 Monaten und
8 Jahren   

neinneinjaja¹
älter als 8 Jahreneinneinneinja

¹ Ist im Junghunde- bzw. Erziehungskurs integriert.

Hundeausbilderin / Hundeausbilder

Die obligatorischen Kurse für grosse oder massige Hunde (Rassetypenliste I), geboren nach dem 31.12.2010, müssen bei einer Ausbilderin / einem Ausbilder mit Bewilligung des Veterinäramts besucht werden. Die Anforderungen wurden bestmöglich auf die Vorgaben des Bundes betreffend anerkannten Hundeausbilderinnen und Hundeausbildern abgestimmt.

Die Anforderungen an die Ausbildungskurse selber und die Hundeausbilderinnen bzw. Hundeausbilder sind in der kantonalen Hundeverordnung vom 25. November 2009 (§ 7 - 16 HuV) festgehalten und im 'Reglement zur praktischen Hundeausbildung der Gesundheitsdirektion vom 1. Mai 2010' ausgeführt.

Es werden 3 Bewilligungstypen unterschieden: Bewilligung zur Durchführung von Welpenförderung, Bewilligung zur Durchführung von Junghunde- und Erziehungskursen und die kombinierte Bewilligung für beides. Gesuche um erstmalige Bewilligung bzw. Gesuche um Erneuerung der bestehenden Bewilligung sind mit dem entsprechenden Gesuchsformular (siehe Formulare & Merkblätter) schriftlich und unter Beilage der verlangten Nachweise ans Veterinäramt zu richten. Die Bewilligung ist kostenpflichtig und auf 4 Jahre befristet. Die Bearbeitungsfrist für Bewilligungen beträgt für erstmalige Bewilligungen 4 Wochen und für Bewilligungserneuerungen 2 Wochen. Falls Unterlagen bei der Gesuchseinreichung fehlen, wesentliche Aspekte unklar und Rückfragen notwendig sind oder Voraussetzungen zuerst noch von der gesuchstellenden Person zu erarbeiten sind, kann sich die Frist bis zum Entscheid verlängern.

Eine Liste mit den bewilligten Hundeausbilderinnen und -ausbildern gemäss § 15 HuV ist auf der Homepage des Veterinäramts publiziert.